Ausbildung im Rathaus

Seit über 50 Jahren gibt es die Chiemseebadinsel in Seebruck nun schon. Sie ist das Herzstück von Seebruck und bis heute ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Im Sommer nutzen sowohl Einheimische als auch Urlauber das Areal für einen ausgedehnten Badeausflug, besuchen die örtliche Gastronomie und genießen den einzigartigen Blick auf den See und die imposante Bergkette. Nun soll dieser besondere Fleck für die Zukunft neu gestaltet werden. Ein nicht so einfaches Unterfangen, denn die Chiemseebadinsel soll dem heutigen Anspruch genügen, gleichzeitig aber nichts von ihrem besonderen Charme einbüßen. 

Bereits 2015 hat die Gemeinde Seeon-Seebruck hat hierzu ein Planerteam aus Stadt- und Freiraumplanern, Fachplanern für Natur- und Artenschutz, Fachplanern für Tourismus, Einzelhandel und Gewerbe sowie Brückenbauern beauftragt, um alle relevanten Aspekte und Planungsalternativen in Form eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) auswerten und darstellen zu können. Im Zuge des städtebaulichen Entwicklungskonzepts wurden erste Ziele formuliert, die als Grundlage für die zukünftigen Entscheidungen des Gemeinderats herangezogen werden können. 

2023 beschäftigte sich ein Bürgerrat mit der Weiterentwicklung des Chiemseebades. Per Zufallsverfahren wurden 15 Bürgerräte und -rätinnen ausgelost. Im Fokus stand neben der Zukunft des Chiemseebadgebäudes auch der Spielplatz und die aktuelle Parkplatz-Situation. In der Ideenfindung gab es viele Rahmenbedingungen zu beachten, wie zum Beispiel die Hochwasserzone oder der Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Auf Basis des Ideenpapiers durch den Bürgerrat wurden 2025 vom Planungsbüro Behringer Konzeptvorschläge zur Sanierung und ggf. Erweiterung des Strandbadgebäudes Seebruck ausgearbeitet. 

Drei Varianten wurden dem Gemeinderat vorgestellt. 

Der Gemeinderat hat sich mit Beschluss vom 15.06.2026 entschieden, Variante 2 weiterzuverfolgen. 

 

Variante 2 - Auslagerung des Kiosks in separatem Anbau

Entwurfskonzept

  • Getrennter Kiosk mit zugehörigen Nebenräumen im Südwesten des ehemaligen Strandbadgebäudes
  • Gemeinsame erweiterte Dachkonstruktion
  • Durchgang zur Liegewiese zwischen Kiosk und Bestandsgebäude
  • Kiosk-Nutzung mit „erweiterter saisonaler Nutzung“ durch Heizung und Wintergarten
  • Separate Kiosk-Terrasse mit überdachtem Freisitz
  • Kiosk-Anbau ohne eigene Toilettenanlagen
  • Gemeinsame Nutzung der Toilettenanlagen im Durchgangsbereich zwischen Kiosk und Bestandsgebäude
  • Neue Nutzung des ehemaligen Strandbadgebäudes als Kultur- und Veranstaltungs-gebäude
  • Entfall von Umkleiden und Duschanlagen
  • Separate Terrasse vor dem Kultur- und Veranstaltungsraum
  • Kultur- und Veranstaltungsfläche ca. 330 m² plus Nebenräume
  • Keine eigene Küche für Kultur- und Veranstaltungsbereich, Versorgung gegebenenfalls über Kiosk
  • Catering/Außenanlieferung/Vorbereitung z. B. für Vereine möglich

 

Vor- und Nachteile

Contra:

Erhöhte Baukosten durch separaten Kioskanbau

Pro:

  • Klare Trennung von Kiosk/Café und neuem Veranstaltungsbereich
  • Aufwertung des Kiosks/Cafés durch eigenständigen Baukörper
  • Zentraler, großer Kultur- und Veranstaltungsraum im Bestandsbaukörper
  • Attraktive überdachte Zugangssituation zur Liegewiese
  • Förderfähigkeit der Umbaumaßnahme
  • Aufwertung und zukunftsfähige Nutzungsmöglichkeiten

Variante 3

Entwurfskonzept

  • Kiosk mit Nebenräumen im Südwesten des Bestandsbaukörpers integriert
  • Zugang zur Liegewiese am Bestandsgebäude vorbei
  • Kiosk mit „erweiterter saisonaler Nutzung“ möglich bei Inanspruchnahme der Teilfläche des Kultur- und Veranstaltungsbereichs als Wintergarten
  • Gemeinsame Terrasse von Kiosk und Kultur- und Veranstaltungsbereich
  • Nutzung der gemeinsamen Toilettenanlagen an der Südostfassade
  • Neue Nutzung der verbleibenden Flächen des Strandbadgebäudes als Kultur- und Veranstaltungsbereich
  • Entfall von Umkleiden und Duschanlagen
  • Kultur- und Veranstaltungsfläche ca. 160 m² plus Nebenräume
  • Keine eigene Küche für Kultur- und Veranstaltungsbereich, Versorgung gegebenenfalls über Kiosk
  • Catering/Außenanlieferung/Vorbereitung z. B. für Vereine möglich

 

Vor- und Nachteile

Contra:

  • Keine grundsätzliche konzeptionelle Verbesserung der vorhandenen Situation
  • Unattraktiver Zugang zur Liegewiese um das Gebäude herum
  • Vermischung von Kiosk/Café und Kultur- und Veranstaltungsbereich bei erweiterter
  • saisonaler Nutzung
  • Kleiner Kultur- und Veranstaltungsraum mit eingeschränkter Nutzung
  • Verringerte Förderfähigkeit der Umbaumaßnahme

Pro:

Geringere Baukosten gegenüber Variante 2

 

Variante 4

Entwurfskonzept

Neubau des Strandbadgebäudes als erdgeschossiger Baukörper in Holzbauweise mit begrüntem Flachdach, bestehend aus:

  • Kiosk/Café mit „erweiterter saisonaler Nutzung“ mit Wintergarten im Südwesten
  • Nebenräume für Technik und Lager im Nordosten
  • Mittiger Zugang zur Liegewiese
  • Überdachte Freisitzfläche mit Terrasse

 

Vor- und Nachteile

Contra:

  • Keine Nutzung für Kultur- und Veranstaltungsbereich vorgesehen
  • Keine Umbaumaßnahmen = Keine Förderung
  • Höhe der Baukosten wie Variante 2 trotz geringerer Fläche
  • Eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten